Nun, im Herzzentrum angekommen, wurden auch nochmals die bereits bekannten Untersuchen durchgeführt - also Ultraschall und Belastungs-EKG und man hörte sich meine Geschichte an. Auch hier sagte mir der behandelnde Arzt, dass er mich eigentlich - nach dem was er im Ultraschall sah, als Insuffizient Grad I einstufen müsse - aber ich wurde ja überwiesen weil da mehr sein solle.
Also wurde ich für die Ergospyrometrie vorbereitet und verkabelt. Parallel ermittelte der Arzt das zu erreichende Leistungssolls. Und dann ging es, verkabelt wie ein Hochleistungssportler, auf das Laufband und ich trabte an. Alle paar Minuten pumpte die Blutdruckmanschette und es kamen Hinweise wie "es wird jetzt schneller" oder "gleich wird es steiler"... es wurde schneller, es wurde steiler....
Und dann - wurde die Untersuchung bei noch nicht einmal 40% des ermittelten Leistungssolls die Untersuchung abgebrochen. Aber nicht weil die keine Lust mehr hatten - vielmehr hatte mein Herz keine Lust mehr. Ich merkte, wie mir auf einmal ganz flau und schummerig wurde - Blutdruck 190 zu 0. Heißt, das Herz schlägt zwar noch aber es fördert kein Blut mehr.
Nun war es raus - da musste mehr sein als eine minimale Insuffizienz. Mein Kardiologe wurde umgehend telefonisch über den aktuellen Status informiert und es wurde ebenso umgehend ein Termin für eine weitergehende Untersuchung vereinbart. Zu diesem sollte ich dann alle Bilder, seit Januar 2006 mitbringen.
Es kam der 10. Oktober 2007 - der Tag an dem die weitergehende Untersuchung - ein großer Katheder - gesetzt werden sollte. Wie abgestimmt hatte ich von meinem Kardiologen alle Bilder mitbekommen. Ultraschallbilder von Januar 2006 beginnend, TEE (Transösophale Echokardiografie oder auch Schluckschall genannt - vergleichbar mit einer Magenspiegelung nur dass hier dann anstelle einer Kamera dann ein Ultraschallkopf ist und der Ultraschall vom Herzen dann durch die Speiseröhre gemacht wird - gibt saubere Bilder da hier nicht so viel störendes Gewebe zwischen Ultraschallkopf und Herz liegt), Cario-MRT, ich hatte das volle Programm dabei.
Und auch jetzt machte man dann im Herzzentrum nochmals ein Ultraschall - verglich diesen mit allen Bildern. Und was wurde festgestellt? Im Grunde nur, dass es keine Unterschiede gab. Der aktuelle Zustand am Herzen entsprach dem gleichen Zustand wie nun mittlerweile 1 3/4 Jahre zurückliegend. Dank der Ergospyrometrie wussten wir aber nun, dass da mehr im Argen sein musste und so wurde ich ins Kathederlabor geschoben.
Das Ergebnis dieser Untersuchung war jedoch erschreckender als es sich jeder in seinen schlimmsten Befürchtungen ausmalte... ein Ergebnis, was selbst der erfahrene Arzt im Herzzentrum noch nie zuvor erlebte.
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